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Leonhardi-Kirche Krummennaab: Führung und Geistliche Abendmusik zum Tag des offenen Denkmals

September 12/17:00 - 20:00

Vokalensemble „Gloria Patri“ : Mandy Drechsler (Sopran), Michael Grünwald (Bass und Regie), Michael Waldenmayer (Tenor) und Jutta Schmid  (Alt).

Beim diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“ gastiert unser Geschäftsführer Michael Grünwald mit seinem Vokalensemble „Gloria Patri“ in der Steinwald-Region. Wir laden Sie herzlich ein in die Leonhardi-Kirche nach Krummennaab !

Das Vokalquartett gründete sich im Jahr 2018 und gestaltet in der Region Gottesdienste und Konzerte. Im Jahr 2019 nahm das Ensemble eine CD mit dem Titel „Ade zur guten Nacht“ auf, auf welcher geistliche und weltliche Abendlieder, aber auch Motetten aus verschiedenen Epochen zu hören sind. In dieser Abendmusik wird das Quartett einige Titel seiner CD zu Gehör bringen, aber auch neu einstudierte Werke vom Barock bis zur Romantik aufführen. In Kooperation mit der Akademie Steinwald-Fichtelgebirge e.V. freuen sich die vier Musiker auf ein hoffentlich zahlreiches und interessiertes Publikum. 

17.00 Uhr Dialog-Kirchenführung mit Susanne Götte und ihrer Kirchenmaus und Karoline Lehner

19.00 Uhr Geistliche Abendmusik mit dem Marktredwitzer Vokalensemble Gloria Patri

Die Anfahrt erfolgt individuell. Sie können auch unabhängig von der Kirchenführung an der Geistlichen Abendmusik teilnehmen. Für beide Veranstaltungen ist der Eintritt frei, möglicherweise gelten jedoch die „3-G-Regeln“ der Corona-Pandemie (Eintritt nur für Geimpfte, Genesene oder Geteste). Wir bitten um Ihre Anmeldung im Büro der AKADEMIE bis zum 10.09.2021. (Jetzt neu: auch per WhatsApp möglich: 0151/40 35 85 01).

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Informationen zu Krummennaab und Leonhardi-Kirche:

(nach H. Stark und J.B. Lehner):

Dem Adel kam in der Oberpfalz neben den Klöstern große Bedeutung zu. Sie erhielten von ihren Landesherren unkultiviertes Land, das sie dann in fruchtbares Ackerland umzuwandeln hatten. Dazu mussten sie Menschen ansiedeln  und Dörfer gründen. Die Abgaben der Siedler wiederum waren deren Existenzgrundlage. Die adligen Grundherren waren ebenso verantwortlich für den Schutz ihres Lebens als auch für deren Besitz , dazu gehörte es auch, für das Seelenheil ihrer Untertanen zu sorgen. So bauten sie Kirchen und stifteten Pfarrpfründen.Besondere Bedeutung kommt der Pfarrei Thumsenreuth im Bistum Regensburg bereits 1326 zu.1431 verkaufen die Thumsenreuther das Kirchlehen an die Nothafft zum  Weissenstein.

Um 1450 wurde die eigene Pfarrei Krummennaab gegründet, vermutlich durch die Herren von Trautenberg auf Reuth sowie die Gutsherren von Krummennaab und Burggrub, denn das Patronatsrecht ging 1583 an den Krummennaaber Hofmarksherren Georg von Rochau..

Im Zug der Reformationsbewegung  sollten die Landeskinder den Glauben der Landesherren annehmen, und der zuständige Kurfürst Ottheinrich war 1541 zum luth. Glauben übergetreten, auch die Patronatsherren Von Nothafft sind vermutlich zum evang. Glauben übergetreten, denn seit 1547 wurde auch in Thumsenreuth Evang. Gottesdienst gehalten. Auch die Trautenberger auf Reuth, die Lehenseigner der Pfarrei Krummennaab sind zu diesem Zeitpunkt evangelisch geworden.

1614 erwarb der Nürnberger Calvinist von Hundt die Hofmark und säuberte die Gemeinden, warf Altäre raus und schaffte neues Abendmahlsgerät aus Stein an. Die Untertanen, wenig erbaut davon, wurden  nach den Flucht v. Hundts , vor allem nach dem Übertritt des Patronatsherrn v. 1628 wieder katholisch.

Nach unterschiedlicher Konfessionszugehörigkeit der Landesherren gründete man 1663 DAS SIMULTANEUM. Katholischerseits wurden Krummennaab, Thumsenreuth und Wildenreuth von Erbendorf mit verwaltet, während die evang. Pfarrei Krummennaab bis zum Weggang von Pfr. Dümler 1678 bestehen blieb und anschließend mit Thumsenreuth zusammengelegt wurde.

1731 – am 9. Juli wütete ein verheerender Dorfbrand, sowohl die Kirche, die beiden Schulhäuser, der Pfarrhof sowie die Ökonomiegebäude des Schlosses brannten nieder.

1732 konnte das Gotteshaus wieder aufgebaut werden – die alten Mauern, Pfeiler und Fenster konnten wiederverwendet werden – auch die barocke Ausstattung stammt aus dieser Zeit.

1757 wurde an der Westseite ein Turm aus Granitquadern errichtet, der 1868 bereits erneuert werden mußte. Das Oratorium der Freiherren von Reuth und Burggrub wurde wohl auch 1757 an der Nordseite angebaut.

1844 war eine grundlegende Renovierung notwendig – der barocke Hochalttar bekam ein neues Bild und der Seitenaltar des hlg. Leonhards wurde gründlich aufpoliert. Das alte Ziegelpflaster wurde durch Kehlheimer Platten ersetzt und 62 neue Kirchenbänke wurden angeschafft.

1896 erfolgte nochmals eine gründliche Innenrenovierung, neue Kathedralglasfenster wurden eingebaut und auch außen erfolgte eine gündliche Renovierung.

1930 bzw. 35 konnte das Simultaneum nach langem Hin und Her aufgelöst werden. Die  kath. Gemeinden erhielten zum Übergang der Kirchen  in den Besitz der Ptotestanten eine Ablösesumme, sowie die Inventarstücke, die allein der katholischen Gottesdienstausübung dienten, in Krummennaab war dies das Tabernakel und der Leonhardialtar auf der linken Seite.

1931 wurde bereits die katholische Kirche in Krummennaab geweiht.

1942 wurden die Kirchen auch ihrer Glocken beraubt. Nur das Toten- und Wetterglöcklein von 1732 blieb hängen.

1951 wurden Eisenhartgußglocken ergänzt, die aber ersetzt werden mußten 2007 durch ein Bronzegeläut.

1960 – 64 erfolgte eine weitere umfassende Renovierung, mit neuer Farbgebung und Überarbeitung  duch einen Nürnberger Kirchenrestaurator. Das Weltschöpfungsaltarbild wurde gegen diese Kreuzigungsszene ausgetauscht..

Details

Datum:
September 12
Zeit:
17:00 - 20:00

Veranstaltungsort

Krummennaab
Hauptstr
Krummennaab, 92703
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